Die Olympischen Spiele und ihr Einfluss auf die kanadische Eiskunstlaufszene

Die Olympischen Spiele und ihr Einfluss auf die kanadische Eiskunstlaufszene
Quelle: chegg

Das Ende der Olympischen Winterspiele liegt nicht lange zurück und demnächst kommt der Film „I, Tonya“ in deutsche Kinos – da ist es kein Wunder, dass Eiskunstlauf derzeit in aller Munde ist. „I, Tonya“ erzählt die Geschichte von Tonya Harding und Nancy Kerrigan, zwei amerikanischen Eiskunstläuferinnen, die um den Platz an der Spitze des Nationalkaders und die damit verbundene Chance wetteiferten, bei den Olympischen Spielen Gold für ihr Land zu holen. Kerrigans Karriere nahm ein abruptes Ende, als Hardings Ehemann ihr Knie mit einem Schlagstock zertrümmern ließ, um Hardings Platz im Team zu sichern, und auch Harding selbst hat diese Kontroverse nie wieder losgelassen.

Wie haben die vergangenen und gegenwärtigen Olympischen Spieledie kanadische Eiskunstlaufgeschichte und Kultur beeinflusst? Uns sind keine mit der Geschichte von Harding vergleichbaren Szenarien bekannt, aber schauen wir uns die Sache einmal an.

Kanadas Gold

Kanada kann seit seiner ersten Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1924 25 Medaillen im Eiskunstlauf für sich verbuchen. Dieses Jahr hat es in Pyeong Chang die Goldmedaille im Mannschaftslauf gewonnen.

In der Vergangenheit hat Kanada bei Eiskunstlauf-Wettkämpfen stets eine ausgezeichnete Figur abgegeben und 1930 holte Cecil Smith als erste Frau eine Medaille im internationalen Eiskunstlauf. Es folgten weitere Goldmedaillen: 1948 gewann Barbara Scott und 1960 und 2002 standen zwei kanadische Teams auf dem Siegertreppchen. Eiskunstlauf ist eine der ältesten Nationalsportarten des Landes.

Kanada war weltweit führend in der Entwicklung kommerzieller Eisbahnen und die erste überdachte Eisbahn wurde 1952 in Quebec City eröffnet. Seitdem ist das Land weltweiter Vorreiter in Sachen Schlittschuhlaufen geblieben.

Der bleibende Nutzen der Olympischen Spiele

Kanadas Gold
Quelle: pixabay

Seit Kanada 1988 seine ersten Olympischen Winterspiele in Calgary ausrichtete, verzeichnete der kanadische Eiskunstlauf ein explosionsartiges Wachstum. Er ist genauso beliebt wie Online-Casino-Spiele, und auch genauso aufregend. Bis zu diesem Zeitpunkt stammten die meisten Athleten aus Vancouver, Ottawa und Toronto, da sich dort die großen Trainingszentren befanden, aber die Spiele von Calgary führten zu großen Bauinvesititionen in Sportanlagen, die als Veranstaltungsorte für die Spiele dienen sollten, welche den Bewohnern anschließend als erstklassige Trainingseinrichtungen zur Verfügung standen.

Heute sind sich die bekannten kanadischen Sporttrainer einig, dass die Olympischen Spiele und die zu ihrer Ausrichtung geschaffenen Einrichtungen junge Männer und Frauen angezogen haben, die bereit waren, hart und diszipliniert zu trainieren, um Gelegenheit zu erhalten, an den Wettkämpfen teilzunehmen.

Die Spiele machten Calgary, Vancouver und Whistler außerdem zu bekannten Reisezielen. Das kanadische Ausrichtungsteam hatte bei seiner Planung auch einen Zeitraum von 5–10 Jahren nach den Spielen im Auge, und sah seine Arbeit als eine längerfristige Investition. Obwohl diese anfängliche Investition beträchtlich ausfiel, war das Ergebnis etwa ein Rekord-Tourismusjahr 2010, das weitere äußerst erfolgreiche Jahre wie 2014, 2015 und 2016 nach sich zog.

Die Stadt Whistler veranstaltet mittlerweile jährliche Skiwettbewerbe und -veranstaltungen, die der Stadt und der örtlichen Wirtschaft reiche Einnahmen bescheren. Ihre heutige Bekanntheit hat die Stadt den Olympischen Spielen zu verdanken.

Kanadischer Eiskunstlauf heute

Die jährlichen kanadischen Eiskunstlauf-Meisterschaften finden in Vancouver statt, und kanadische Teams nehmen an den Weltmeisterschaften und den Vier-Kontinente-Meisterschaften teil.

Dieses Jahr trat Kanada mit 11 Mitgliedern seines 17-köpfigen Eiskunstlaufteams an. Ihr Ziel? Drei weitere olympische Medaillen für das Land zu holen, um an die vorige Glanzleistung anzuschließen, was so allerdings nicht Wirklichkeit werden sollte. Sie gewannen nämlich vier. Bei den Weltmeisterschaften treten sie mit einem beeindruckend Team an, aber es wird gewaltige Anstrengungen kosten, die olympischen Erfolge wiederholen zu können.