Studierende Schauspieler

Natalie Portman an der Columbia University
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Ob Schauspieler, Sänger oder Sportler – wer besonders gut auf seinem Gebiet ist, ist weltweit bekannt und führt ein spannendes und sorgloses Leben. So mancher Promi verdient am Tag mehr Geld, als man mit viel Glück an einem Abend im Online Casino erspielen kann. Obwohl bei einigen Schauspielern die steile Karriere ziemlich früh begann, haben sie sich nach dem Schulabschluss für ein Studium eingeschrieben. Und manche von ihnen haben einfach weitergemacht, obwohl sie den Durchbruch längst geschafft haben.

Filmset und Vorlesungen

Zwischen 1991 und 1995 spielte Mayim Bialik die Titelrolle in der Sitcom „Blossom“, außerdem war sie in dieser Zeit in mehreren Filmen zu sehen. Trotzdem war sie nach dem Ende von „Blossom“ nur noch sporadisch in Serien vertreten. Der Grund dafür war, dass sie Neurowissenschaften studieren wollte. Sie bewarb sich an mehreren Universitäten und wurde unter anderem von Yale und Harvard akzeptiert. Bialik entschied sich jedoch, ihr Studium an der University of Los Angeles zu beginnen, weil sie in der Nähe ihrer Familie bleiben wollte. Nach ihrem Bachelor-Abschluss studierte sie weiter, um an der Universität den Doktortitel zu erwerben. Dies schaffte sie im Jahr 2007.

Seit 2010 gehört Bialik zum Ensemble der Serie „The Big Bang Theory“, wo sie interessanterweise eine Neurowissenschaftlerin spielt. Auch Julia Stiles kam mit jungen Jahren zum Film. Den Durchbruch schaffte die 1981 geborene Schauspielerin dank ihrer Rolle im Film „10 Dinge, die ich an dir hasse“, der 1999 in die Kinos kam. Ein Jahr später folgten „Den Einen oder Keinen“ und „Hamlet“. Während ihre Filmkarriere immer mehr Fahrt aufnahm, begann Stiles im Jahr 2000 ein Studium der Englischen Literatur an der Columbia University. Dieses musste sie zwar aus beruflichen Gründen mehrfach unterbrechen, sie machte 2005 jedoch ihren Abschluss.

Studium neben der Karriere

James Franco
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Wer als Schauspieler den Durchbruch geschafft hat, muss eigentlich nicht mehr studieren. Es gibt aber einige, die den Spagat zwischen Karriere und Studium meistern. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Natalie Portman, die schon 1994 im Alter von 13 Jahren mit ihrer Rolle im Film „Léon – Der Profi“ für Furore sorgte. Anschließend hatte sie verschiedene Engagements in Produktionen wie „Mars Attacks!“ von 1996 und „Überall, nur nicht hier“ von 2000. Vor allem aber verkörperte sie von 1999 bis 2005 die Padmé Amidala in der zweiten „Star Wars“-Trilogie.

Parallel zu ihrer Filmkarriere strebte Portman weiterhin nach akademischer Bildung. So verpasste sie 1999 die Premierenfeier zu „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“, weil sie sich zu dieser Zeit mitten im Lernstress für ihren anstehenden Highschool-Abschluss befand. Anschließend schrieb sie sich an der Harvard University ein, wo sie ein Psychologiestudium begann. Im Jahr 2002 sagte sie in einem Interview, dass es ihr egal sei, ob das Studium ihre Karriere zerstören würde. Schließlich sei es ihr wichtig, klug zu sein, und nicht, ein Filmstar zu sein. Den Master in Psychologie erlangte Portman schließlich im Jahr 2003. Ähnlich wie seine Schauspielkollegin setzt auch James Franco auf Bildung neben seiner Karriere.

Obwohl er dank Filmen wie „Spider-Man“ von 2002 und der Fortsetzung von 2004 einen guten Start in Hollywood hatte, schrieb sich Franco im Herbst 2006 an der University of Los Angeles ein, um Englisch und Kreatives Schreiben zu studieren. Viele Leistungspunkte erwarb er, während er am Set von „Spider-Man 3“ (2007) Selbststudien betrieb. Seinen Bachelor erhielt Franco im Juni 2008. Bald darauf zog der Schauspieler nach New York, wo er gleichzeitig Kreatives Schreiben an der Columbia University, Filmkunst an der Tisch School of the Arts und Fiktionales Schreiben am Brooklyn College studierte. Gleichzeitig drehte er den Film „127 Hours“, der 2010 in die Kinos kam. Für seine Rolle darin wurde Franco für einen Oscar nominiert, verpasste aber die Verkündung der Nominierungen, weil er zur gleichen Zeit eine Vorlesung hatte. Sein Master-Studium an der Columbia University beendete Franco im Jahr 2010 erfolgreich.