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Ein Roboter gießt die Pflanzen

Rasensprenger
Quelle: Pixabay

Viele Menschen sehen Roboter noch als ferne Science-Fiction an. Dabei haben sie längst Einzug in unseren Alltag gefunden. Denn unter einem Roboter versteht man nicht unbedingt eine Maschine, die dem Menschen optisch nachempfunden ist. Es kann sich auch um einen Automaten handeln, der mechanische Tätigkeiten ausübt und damit unser Leben erleichtert.

Er kann und soll also keine Aufgaben erledigen, für die menschliche Intelligenz gefordert ist – also beispielsweise schwerwiegende Entscheidungen im Online Casino treffen. Wenn es aber darum geht, einfache Tätigkeiten im Haushalt oder im Garten zu übernehmen, eignen sich Roboter bestens. So gibt es zum Beispiel welche, die automatisch Pflanzen gießen.

Selbstgebaute Maschinen

An sich ist das Bewässern von Pflanzen keine schwierige Aufgabe. Man füllt eine Gießkanne mit Wasser, schüttet dieses in geeigneter Menge auf die Erde, in der die Pflanze steckt – und schon ist der Job erledigt. Dennoch gehen immer wieder Pflanzen ein, was in den meisten Fällen der Vergesslichkeit ihrer Besitzer geschuldet ist. Und wer sich sorgsam um seine Pflanzen kümmert, bekommt spätestens dann ein Problem, wenn er mal für einige Wochen in den Urlaub fährt.

Dann müssen Nachbarn oder Freunde mit dem Wohnungsschlüssel ausgestattet und angewiesen werden, wie viel Wasser jede Pflanze benötigt. Dabei kann diese an sich triviale Aufgabe auch exzellent von einem Roboter erledigt werden. Für den Garten gibt es bereits Maschinen, die sich automatisch um die Bewässerung von Rasen und Pflanzen kümmern. Sie lassen sich so programmieren, dass sie zu einer bestimmten Zeit am Tag den Sprinkler starten.

Mittlerweile sind auch Modelle auf dem Markt, die mittels Sensoren die Feuchtigkeit des Bodens messen und auf dieser Basis über eine notwendige Bewässerung entscheiden. Für Zimmerpflanzen gibt es eine solche Lösung bislang noch nicht. Allerdings ist es für ambitionierte Bastler ein Leichtes, einen Roboter zu bauen, der automatisch Zimmerpflanzen gießt. Mit etwas technischem Verständnis sowie Bauteilen wie einer Pumpe und einem Hygrometer lässt sich ein solcher Automat recht einfach konstruieren. Der Nachteil ist jedoch, dass dieser nur eine einzige Pflanze bewässern kann. Besitzt man also mehrere, benötigt man ebenso viele Exemplare des Roboters.

Es gibt allerdings Hobby-Bastler, die Maschinen bauen, die sich auf Schienen bewegen. Man muss nur die Blumentöpfe in eine Reihe stellen, und der Lego-Roboter fährt einen nach dem anderen ab. Das gleiche Prinzip nutzt der Aquarius Robot, den der Industriedesigner David Dorhout bereits im Jahr 2013 vorgestellt hat. Er ist jedoch für Treibhäuser konzipiert, in denen Hunderte von Pflanzen stehen. Der Roboter ist mit einem Tank ausgestattet, der mehr als 110 Liter Wasser fasst. Damit ist er für das knappe Dutzend Zimmerpflanzen, das der Normalbürger besitzt, eine Nummer zu groß.

Roboter-Spielzeug
Quelle: Pixabay

Automatische Haushaltshelfer

In anderen Bereichen des Haushalts sind Roboter schon recht weit verbreitet. So besitzen viele Menschen einen Staubsaugerroboter, der ihnen die lästige Aufgabe der regelmäßigen Bodenreinigung abnimmt. Die Maschine fährt automatisch durch den Raum und weicht mittels Sensoren Hindernissen aus. Sobald sein Akku zur Neige geht, findet er seinen Weg zur Ladestation, wo die Batterie wieder gefüllt wird.

Manche Hersteller bieten auch Roboter an, die den Boden wischen. Es sind außerdem kombinierte Geräte zum gleichzeitigen Staubsaugen und Wischen erhältlich. Auch das Fensterputzen kann man sich mittlerweile von einem Roboter abnehmen lassen. Er saugt sich am Fenster fest und macht es mit seinen Wischern sauber. Damit er nicht herunterfällt, wenn plötzlich die Stromverbindung unterbrochen wird, verfügt er über einen Akku. Im Außenbereich können Roboter ebenfalls gute Dienste leisten.

So gibt es welche, die den Rasen mähen, andere übernehmen die Reinigung des Swimmingpools. Der große Vorteil daran ist, dass das Wasser nicht aus dem Pool gelassen werden muss. Stattdessen erledigt der Roboter seine Aufgabe unter Wasser. In Zukunft könnte es sogar Haushaltsroboter geben, die mehrere Tätigkeiten ausüben. Sie könnten dann zum Beispiel die Wäsche waschen, die Mikrowelle bedienen oder den Tisch decken. Bis dahin wird aber noch einige Zeit vergehen.